Als ich meinen Neffen zum Zahnarzt begleitete, erzählte er mir auf dem Weg dorthin, dass er eine Invisalign – Spange verpasst bekäme. Ich wußte erst gar nicht was das war, zumal er das Worte regelrecht buchstabieren musste! Ich dachte, das wäre wohl ein besonders quälender Apparat (mein Neffe hatte schon eine ganze Weile mit schiefen Zähnen zu kämpfen) und ich sprach ihm Mut zu. Doch er hat nur gelacht und als wir beim Zahnarzt ankamen, wurde mir auch klar warum: Invisalign sind neuartige Verfahren, die unsichtbar und sehr schonend angepasst werden! Das hat mich so fasziniert, dass ich gleich einen Blogbeitrag dazu verfassen musste. Denn Zahnspangen einsetzen, das kann fast jeder Zahnarzt, aber für dieses Verfahren, das ich hier gleich näher beschreiben will, braucht es einen Spezialisten! Keine Sorge, den gibt es auch in Berlin und ich kann nur dazu auffordern, diese Methode kennenzulernen – das ist geradezu Musik auf den Zähnen.
Geschichte der Zahnspange
Bevor ich von Invisalign hörte, kannte ich nur ein wenig die Historie dieser Zahnklammern. Sie wurde zum ersten Mal vor rund 120 Jahren systematisiert, durch Edward H. Angle, und war zunächst aus dehnbarem Material wie Kautschuk und sehr dünnen Drähten gefertigt. Sie übten direkt Druck auf die Zähne aus, was neben der klobigen Apparatur sicher mit so einigen Schmerzen für die Träger verbunden war. Man wurde sich dann aber recht schnell klar, dass die Mundmuskulatur sehr effektiv für die Begradigung genutzt werden kann und so entstanden die ersten aktiven Platten. Bis heute wird dieses Prinzip verwendet, die Stimulation der Muskeln hilft die Fehlstellungen nachhaltig auszugleichen. Quasi wächst sich das Problem aus und wird dabei durch den sanften Druck der Spange unterstützt. Zudem wurden Geräte aus Plastik entwickelt, die weit schonender zu tragen waren als die ersten Spangen. Ich will hier niemanden mit allzu langen historischen Exkursen langweilen, wer sich dafür interessiert, sollte mal im Internet nachsehen. Dort finden sich dann auch die unterschiedlichen Apparaturen wie der Bionator oder der federnde Gebissformer, allesamt Versuche, die Begradigung effektiv und dauerhaft zu erreichen. 
Wird nun eine Zahnspange nötig, muss der Arzt oder besser der Kieferorthopäde die Entscheidung zwischen einer flexibel herausnehmbaren Klammer oder einem fest installierten Gestell treffen. Wie jeder weiß und ich es auch für meinen Neffen befürchtete, sind letztere ganz besonders verhasst, denn sie sehen aus wie ein Drahtzahn im Mund. Teenager haben oft ihre argen Probleme damit und sind unter ihresgleichen leider auch Spott und Häme ausgesetzt. Sie müssen die Zähne umständlich reinigen und wenn sich, was keine Seltenheit ist, Speisereste verfangen, kann das mit der Zeit auch noch unangenehm riechen. Feste Zahnspangen sind also echte Katastrophen, selbst für Erwachsene, die noch mal eine Begradigung benötigen und nicht wenige fordern dann eine wenigstens temporär entnehmbare Klammer. Dieser jedoch ist den meisten Ärzten ein bißchen suspekt, weil sie natürlich um den Drang gerade der jungen Leute wissen, diese immer mal herauszunehmen, wenn es die Situation erfordern mag. Herausnehmen ist ja auch kein Problem, doch darf das eben nur kurz und keinesfalls über längere Zeiträume passieren. Wer es nur ein paar Nächte (in der Disco oder sonstwo) vergisst, der konterkariert den begradigenden Effekt immens! Mediziner wie Eltern trauen ihren Zöglingen eben nichts zu oder doch besser alles und so wird dann eben trotz allem Heulen und Zähneklappen die feste Spange verschraubt – mit allen unangenehmen Folgen.
Die Lösung dafür heißt Invisalign und was sie so besonders macht, werde ich hier gleich mal erläutern.

Schiefe Zähne? Nicht mit Invisalign!

Wenn man mal das Wort selbst betrachtet, wird die Verfahrensweise eigentlich schon von selbst klar: „align“ heißt aus dem Englischen übertragen „ausrichten“ und „invisible“ natürlich unsichtbar! Es handelt sich bei dieser genialen Methode also um eine Art nicht sichtbare, schonend zuverlässige Begradigung schiefer Zähne. Dabei setzt man eben nicht auf monströse Apparate, sondern auf aus Kunststoff hergestellte Schienen, die sowohl sehr dünn wie auch durchsichtig gefertigt sind. Jede dieser Schienen wird individuell angepasst, wobei es gerade in den USA, wo die Methode fast schon Standard ist, auch industriell und in Masse produzierte Schienen gibt. Bei uns freilich ist das Verfahren erst seit einigen Jahren auf dem Markt und es gibt nicht so viele richtig gute Kieferorthopäden, die empfehlenswert sind. Schließlich ist die Behandlung relativ aufwendig, weil man dem Patienten eine vollständige Rundum-Versorgung anbietet und zu diesem Zweck sehr sorgfältig vorgehen muss. Vielen Zahnmedizinern ist das vielleicht zu aufwendig und sie raten deshalb aus scheinbarer Unkenntnis immer noch zu den alten, so unschönen Apparaten. Wer sich jedoch an einen Spezialisten wendet, der bekommt zunächst über eine computergestützte Auswertung der vorliegenden Fehlstellung und wird über das nötige Behandlungsziel aufgeklärt. Dadurch weiß man genau, wann welche Phase der Begradigung startet und ist über die Erfolge stets im Bilde. Alle zwei Wochen werden die Schienen gewechselt und nach einem Jahr, plus minus 6 Monate, ist die Prozedur beendet.
Da diese Spange herausnehmbar sind, kann man sich gut die Zähne putzen und braucht sich auch nicht beim Essen von einem Fremdkörper im Mund stören lassen. Und keine Sorge, die Träger schlampern nicht bei der Wiederseinsetzung, gerade weil dieses Zahnspange nicht weiter auffällt, keine Belastung darstellt und deshalb quasi einer zweiten Zahnreihe gleicht. Die 22 Stunden Tragezeit sind kein Problem und Studien haben gezeigt, dass bei Invisalign die Träger weit zuverlässiger agieren als bei vergleichbaren Modelle aus Draht! Bevor die Spange eingesetzt wird, reinigt der Kieferorthopäde die Zähne gründlich, Verfärbungen jeder Art werden dadurch effektiv vermieden. Das anfangs gelegentlich auftretende Lispeln ist normal und gibt sich ganz schnell. Auch wird im Anschluss der Behandlung eine sogenannte Retensionstherapie vorgenommen, die den Erfolg der Begradigung dauerhaft und für das ganze Leben garantiert. Geeignet ist jeder, egal ob jung oder alt und nur bei wirklich sehr, sehr starken Fehlbildungen wird der Arzt von Invisalign abraten.
Freilich kostet die Behandlung ein wenig mehr als gewöhnliche Methoden, doch die Vorteile wiegen das natürlich auf. Da die Kassen mal wieder zurückhaltend agieren, müssen Patienten das Verfahren aus eigener Tasche bezahlen, was allerdings eine Investion darstellt, die sich wirklich lohnt! In Berlin gibt es meines Wissen einen sehr guten Kieferorthopäden, den ich hier nur wärmstens empfehlen kann:
Voslamber Praxis für Kieferorthopädie
Fechnerstraße 23
10717 Berlin
030 809080401


Eines ist klar: Wenn am Ende des Jahres die Welt untergeht, hat eine der größten Bands aller Zeiten wenigstens noch ihr fünfzigjähriges Jubiläum durchgezogen:
Zum einen ist die Musik ein zentrales Element in meinem Leben, da ich in Berlin lebe und selbst in einer Band spiele, zum anderen hatte ich vor Jahren einen schweren Unfall, der mich seitdem das Leben ein bißchen bewußter sehen lässt. Da sagten mir die Ärzte damals, ich solle froh sein, wieder gesund werden zu können, es stand echt auf der Kippe! Ja und da wurde mir eben auch klar, dass man schon ein wenig herb leben sollte und dafür auch mal den einen oder anderen Exzess mitnehmen kann. Permanenter Stress hingegen ist nicht so gut, da unser Körper nunmal keine Maschine ist, bei der sich nach belieben alles auswechseln lässt wie bei einem russischen LKW und die dann auch quasi ewig weiterbrummen kann. Im Gegenteil, Pflege und Vorsicht sind wichtig und erscheinen mir bedeutsamer als das ständige Ausreizen aller Versuchungen dieses Daseins. Doch nochmal zurück zur Musik. Dort finde ich einen weiteren Ausgleich, denn die Musik bringt uns nunmal alle irgendwie in besondere Sphären, egal ob wir sie selbst machen oder uns dafür inspirieren oder einfach nur berieseln lassen. Schon
Musik ist für mich etwas Ewiges, etwas, das über uns weit hinausreicht und das die Fähigkeit, Menschen, die noch gar nicht leben in ähnlicher Weise zu begeistern wie sie es heute für uns tun mag. Wenn man dann auch noch gesund ist oder zumindest versucht es zu bleiben, ist für mich jedenfalls fast alles in Ordnung. Ich werde auf meinem Blog deshalb immer irgendwie eine Verknüpfung versuchen und bitte schon hier um reichliches Echo, wenn das jemanden nicht gefallen mag. Als ich damals dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen bin, da wurde mir klar, dass man die Musik nur genießen kann, wenn man am Leben ist und das wurde dann auch mein Credo. Gesund sein heißt natürlich immer auch sich über die Mechanismen der Schönheit auszutauschen, was freilich nicht heißt, dass zum Beispiel ein Körperbehinderter Mensch keine eigene Schönheit hat, im Gegenteil: Es ist immer vom Wohlbefinden abhängig! Und dabei kann die Musik, egal in welcher Form auch immer, eine immense Hilfe sein. Als sich mein kleiner Neffe neulich